"Fotos sind wie Fenster in die Vergangenheit,
durch die wir unsere Erinnerungen lebendig halten können."
Als ich in der 8. Klasse begann, mit meiner Fotografie Geld zu verdienen, habe ich diese Einnahmen an den ambulanten Kinderhospizdienst Sternentraum gespendet.
Schon bald wuchs in mir der Wunsch, nicht nur finanziell zu helfen, sondern den betroffenen Familien persönlich etwas zu schenken. So entstand die Idee,
ehrenamtlich Familien zu fotografieren, die vom Kinderhospizdienst begleitet werden.
Während meines Freiwilligen Sozialen Jahres im stationären Kinder- und Jugendhospiz Stuttgart durfte ich diese Arbeit vertiefen. Dabei habe ich eindrücklich erfahren,
wie wertvoll Bilder sein können – als Erinnerungen, als Ausdruck von Nähe und
als stille Zeugen eines oft herausfordernden Weges.
Inzwischen durfte ich viele Familien begleiten, manche auch über Jahre und einzelne auch bis über den Tod des Kindes hinaus. Jede dieser Begleitung ist einzigartig und ich nehme mir bewusst Zeit, um auf die individuellen Wünsche und Bedürfnisse der Familien und Kinder einzugehen.
Dieses Projekt ist mein Herzensanliegen. Es zeigt mir immer wieder, wie kostbar das Leben ist und wie bedeutungsvoll Fotos sein können, wenn die Endlichkeit des Lebens spürbar wird.
Manchmal sind es am Ende die Liebe und die Bilder, die von einem geliebten Menschen bleiben.
Aktuell bin ich ehrenamtlich ausschließlich für Familien im Einsatz,
die vom ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst Sternentraum betreut werden.
Für fotografische Begleitungen außerhalb dieses Rahmens bin ich grundsätzlich offen,
sofern es meine zeitlichen Kapazitäten erlauben.
Im Oktober 2024 wurde mein Herzensprojekt Fotografie über den Tod hinaus
mit dem 1. Preis des Jugenddiakoniepreises ausgezeichnet. Nähere Infos dazu gibt es hier.
Einen Filmbeitrag des SWR über mein Projekt gibt es hier.